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An ihrem Wohnort mitten im hügligen Hochland von Zentralafghanistan treffen wir Delara und ihren Ehemann Ezatullah. Das Ehepaar jätet gerade den grossen Gemüsegarten neben ihrem Haus. „Bei uns wachsen Spinat, Lauch, Tomaten, Koriander, Kohl, Kürbis, grüne Paprika und noch viel mehr!“, freut sich Delara.

Delara ist eine von 1850 Frauen im zentralen afghanischen Hochland, welche von Medair Saatgut und das nötige Wissen erhalten, einen eigenen Gemüsegarten zu bewirtschaften. Darüber hinaus erhalten sie Schulungen zu Themen wie Stillen, ausgewogene Nahrung und Hygiene. „Das alles war uns vorher nicht bewusst“, vertraut uns Delara an. „Die Projektmitarbeitenden haben uns in ihren Kursen so viel Gutes über Hygiene, Ernährung und Gemüsegärten beigebracht.“

In dieser abgelegenen Region sind die Winter lang und streng. Die klimatischen Verhältnisse verunmöglichen den Familien einen Zugang zu lokalen Märkten und so müssen sie im Winter allein mit den Lebensmitteln auskommen, welche sie in den Sommermonaten ernten konnten. Seit Generationen versuchen die Familien, im Sommer genügend Vorräte einzulagern, um die kalte Jahreszeit überbrücken zu können. Das gelingt jedoch kaum. Gefährliche Nahrungsmittelengpässe und Hungerperioden sind die Folge. Hier kommt Medair zum Zug und stellt sicher, dass Familien auch im Winter mit dem Nötigsten versorgt werden.

So gehört zur Schulung über Gemüseanbau auch die Wissensvermittlung, wie Gemüse für die mageren Wintermonate getrocknet und aufbewahrt werden kann. „Jetzt können wir Gemüse mehr als sechs Wochen lang lagern. So müssen wir, auch wenn es kalt wird, nicht hungern“, sagt Ezatullah.

„Im Winter assen die Menschen hier früher lediglich Brot und Tee oder Kartoffelsuppe. Heute ist die Gemüseauswahl auch im Winter viel grösser, was sich positiv auf ihre Gesundheit auswirkt“, erklärt Medair-Projektmitarbeiter Omar.

„Dieses Jahr gibt es zu Brot und Tee zusätzlich leckeres Gemüse“, lächelt Delara.

„Wir ernähren uns viel ausgewogener als früher. Als wir Frauen begonnen haben, auf den Feldern zu arbeiten, wurden wir zuerst ausgelacht. Auch ich hatte keine Ahnung, was ich mit einer Schaufel anfangen soll. Mittlerweile finden es die Leute jedoch interessant und unsere Arbeit wird zunehmend akzeptiert. Schliesslich betätigen sich ja mittlerweile so gut wie alle Frauen der Gemeinschaft im Garten. Diese Selbstständigkeit macht uns sehr stolz und glücklich.“


In Afghanistan sorgt Medair dafür, dass die Ernährungssicherheit bedürftiger Familien gewährleistet ist. Auch versorgen wir sie mit sicherem Trinkwasser, Latrinen und Hygieneleistungen. Dank Ihrer Unterstützung können wir das Leben von Menschen in vernachlässigten Gemeinschaften nachhaltig zum Besseren wenden. Ihre Spende macht es möglich. Begleiten Sie uns noch heute.

Die Arbeit von Medair in Afghanistan wird unterstützt von der Glückskette, Food For Peace, Global Affairs Canada, dem Mennonitischen Zentralkomitee Kanada, den Kantonen Zürich und Aargau, dem Fürstentum Liechtenstein, dem Welternährungsprogramm sowie grosszügigen privaten Spendenden.

Die Inhalte dieses Artikels stammen von Medair-Mitarbeitenden in den Einsatzgebieten und dem Hauptsitz. Aus Sicherheitsgründen wurden die Namen der erwähnten Personen geändert. Die in diesem Artikel geäusserten Meinungen entsprechen zudem ausschliesslich den Ansichten von Medair und nicht zwignden auch dem offiziellen Standpunkt anderer Hilfsorganisationen.