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Eine Mutter steht mit ihrem dreijährigen Sohn im Arm vor ihrem Haus in Maroantsetra, einer entlegenen Region im Nordosten Madagaskars. 

Geschirrspülen und Wäschewaschen sind für uns längst keine Herausforderung mehr. Wir stecken schmutzige Teller oder getragene Socken einfach in die Maschine und nehmen sie wenig später sauber wieder heraus. Bei Lisy, die in Maroantsetra im Nordosten Madagaskars lebt, sieht das anders aus. Jeden Tag legt sie weite Strecken von ihrem Haus bis zum Fluss zurück.

Dieser schlängelt sich am Rande des Dorfes vorbei. Lisy wäscht Kleider, Teller und Tassen und schöpft Wasser für den täglichen Bedarf ihrer Familie. Der Rückweg ist besonders strapaziös. Geschirr und die schwere, nasse Wäsche auf den Hüften tragend, balanciert Lisy das Wasser in einem grossen Eimer auf ihrem Kopf. Hin und wieder hilft eines ihrer kleineren Kinder beim Tragen.

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Vielen Frauen in der Region Maroantsetra im Nordosten Madagaskars bietet die nächstgelegene Wasserstelle nur verschmutztes und dadurch unsicheres Trinkwasser.

Lisy lebt im Hinterland, das kaum durch Strassen oder Brücken erschlossen ist. Wenn Wirbelstürme und heftige Regenfälle über die Insel fegen werden die Feldwege endgültig unpassierbar. Dadurch ist Maroantsetra sehr schwer zugänglich. Als einzige Hilfsorganisation in der Region arbeitet Medair unablässig daran, möglichst viele Dörfer mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Das kraft- und zeitraubende Wasserholen ist nicht das einzige Problem von Lisy. Das Wasser aus dem Fluss ist oft verschmutzt. Lisy und ihre Kinder laufen also ständig Gefahr, krank zu werden. Vor einigen Wochen musste Lisy ihre vierjährige Tochter mehrere Kilometer weit ins nächste Gesundheitszentrum tragen – die Kleine hatte hohes Fieber. Doch ihr Dorf hat Grund zur Freude: Frauen und Mütter wie Lisy werden schon bald besseren Zugang zu sauberem Wasser haben. Dank Ihrer Unterstützung konnte Medair in den vergangenen zwei Jahren mehr als 250 Wasserstellen mit Handpumpen installieren. Damit erhalten mehr als 32 000 Menschen in dieser schwer erreichbaren Region sauberes Trinkwasser.

Es gibt kaum etwas Lebenswichtigeres, als Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Sauberes Trinkwasser in Reichweite verändert das Leben der Frauen von Grund auf. In Madagaskar tragen meist sie die Verantwortung für Haushalt und Kindererziehung. Mütter, die sich nicht ums Wasserholen kümmern müssen, sparen viel Zeit und Energie. Sie können mehr mit ihren Kindern zusammen sein oder einer Arbeit nachgehen, um Geld zu verdienen. Darauf sollten wir anstossen!

Medair versorgt entlegene Dörfer mit sauberem Trinkwasser. Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit in Madagaskar!