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In den vergangenen 60 Jahren hat die Bevölkerung von Myanmar grosses Leid erlebt. Interne Konflikte, Gewalt und verheerende Naturkatastrophen haben Hunderttausende Familien aus ihren Dörfern vertrieben. Viele von ihnen suchten im Nachbarland Bangladesch Zuflucht.

2015 begann Medair mit ihrer Arbeit in Myanmar. Die Nothilfe wurde auf drei zentrale Bereiche im Staat Rakhine fokussiert: Hilfe bei Überschwemmungen, Katastrophenschutz und Infrastrukturprojekte. Seit August 2017 ist es uns trotz wiederholter Bemühungen nicht mehr möglich, im Land humanitär tätig zu sein – zu rigide wurden die Zugangsbeschränkungen für humanitäre Hilfsorganisationen.

„Ich bin stolz darauf, was unser Team hier erreicht hat – und dies unter äusserst schwierigen Bedingungen“, so der internationale Programmleiter und Verantwortliche des Myanmar-Projektes William Anderson. „Wir hatten gehofft, unsere Projekte fortführen und damit weitere Leben retten zu können. Doch ohne vollen Zugang zu den Projektgebieten gemäss den grundlegenden humanitären Regeln, haben wir beschlossen, uns vorübergehend aus dem Land zurückzuziehen. Dies geschah im Einklang mit unseren eigenen Werten‚ nach denen Verantwortlichkeit und Transparenz grosse Bedeutung zukommt. Es ist das Ziel von Medair, baldmöglichst in das Land zurückzukehren.“

Bis es so weit ist, unterstützt Medair von der Krise betroffene Rohingya mit einem umfassenden Nothilfeprogramm in Cox’s Bazar in Bangladesch.