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Cox’s Bazar, Bangladesch – 15. Juli 2019 – Starke, anhaltende Regenfälle haben in den vergangenen zehn Tagen im grössten Flüchtlingslager der Welt verheerende Schäden angerichtet. Geschätzte 22 000 Menschen sind betroffen.

Das Flüchtlingslager Kutupalong wurde auf sandigem, hügligem Untergrund errichtet; vor Witterungseinflüssen ist es kaum geschützt. Wind und Regen stellen eine grosse Bedrohung dar – insbesondere während der Monsunzeit. Bisher führten Erdrutsche und Überschwemmungen zu mehreren Verletzten sowie zwei Todesfällen.

«Was wir in den letzten Tagen beobachtet haben, ist höchst besorgniserregend», beschreibt Medair-Programmleiter Carl Adams die Lage in Bangladesch. «Hunderte Unterkünfte wurden beschädigt; viele Familien sind jetzt noch bedrohter als zuvor. Alle am Hilfseinsatz Beteiligten haben getan, was in ihrer Macht steht, um Risiken zu minimieren. Die Gefahr, dass starke Regenfälle und Wind weitere Schäden verursachen, besteht jedoch nach wie vor. Träfe ein Zyklon direkt auf das Lager, wären die Folgen vermutlich verheerend.»

Seit April verteilten Medair-Teams Bausätze für provisorische Unterkünfte, als Vorbereitung auf die Monsunzeit. Bestehende Unterkünfte können damit verstärkt und Familien besser geschützt werden. Aufgrund der Wetterlage hat Medair nun einen Nothilfeeinsatz im Bereich Unterkünfte gestartet: Nothilfe-Sets werden an Familien verteilt, deren Unterkünfte dringend repariert werden müssen. Besonders schutzbedürftige Haushalte – zum Beispiel solche mit alleinerziehenden Müttern oder Familienmitgliedern mit einer Behinderung erhalten ausserdem zusätzliche Unterstützung bei der Reparatur ihrer Unterkünfte. Gemeinsam mit World Concern verantwortet Medair den Nothilfe-Einsatz im Bereich Unterkünfte in einem Teil des Lagers. Die Leistungen kommen 7000 Haushalten zugute.

«Es dauert noch mehr als zwei Monate, bis die Monsunzeit vorüber ist. Was bis dahin geschieht, ist schwer einzuschätzen. Doch wir müssen uns immer auf das Schlimmste vorbereiten», so Carl weiter. «Die internationale Aufmerksamkeit für diese Krise hat abgenommen, doch die Menschen hier leiden nach wie vor. Auch die Finanzmittel schwinden, obwohl der Bedarf weiterhin hoch ist – insbesondere während diesen widrigen Witterungsverhältnissen. Erst wenn eine politische Lösung gefunden wird, ist ein Ende dieser Krise in Sicht.»


Medienkontakte

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  • Jonathan Kyle, Regionaler Kommunikationsmitarbeiter (Bangladesch): +880 13 0685 4459, comms-asia@medair.org
  • Iris Fontana, Kommunikationsmitarbeiterin (Deutschschweiz): +41(0)76 472 33 64, fontana@medair.org

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Medair ist eine internationale humanitäre Hilfsorganisation. Wir versorgen Familien, die von Katastrophen, Konflikten und anderen Krisen betroffen sind, mit Nothilfe und unterstützen sie beim Wiederaufbau. Derzeit ist Medair in zehn Ländern im Einsatz. In Bangladesch arbeiten wir eng mit World Concern zusammen.

 

Die Inhalte dieses Artikels stammen von Mitarbeitenden von Medair in den Einsatzgebieten sowie am internationalen Hauptsitz. Die Meinungen entsprechen ausschliesslich den Ansichten von Medair und damit nicht unbedingt dem offiziellen Standpunkt anderer Hilfsorganisationen.